#GastStatements  - ergänzende Statements zu der Aktion „Ohne Kunst fehlt was“ – Stillstand 2020


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Gast-Statement 28.05.2020 | Nr. 6

 

 

Raimund Becker

Lichtkunst in Form von Illuminationen, Lichtinstallationen und Theaterbeleuchtungen.

Mannhein

www.rblk.de

 

 

"Kreativität ist für mich der Ausweg aus Beschränkungen aller Art.

Gedanken Konstrukte mit Herz sind notwendig um in Krisenzeiten nicht in Angst und Schrecken zu erstarren, sondern Hoffnung keimen zu lassen und Ideen zum Weitermachen zu entwickeln. Ich vertraue fest darauf, dass wir als Menschen insgesamt gestärkt aus der derzeitigen Krise hervorgehen und unseren Blick für das, was wirklich wichtig ist geschärft haben.

 

Gerade, wenn Sicherheit sich nicht mehr in der gewohnten Weise durch Geld erreichen lässt sind die vielen, vielen Kreuz- und Querdenker gefragt, die Weitermachen als Bessermachen verstehen. Menschen, die künstlerisch tätig sind, die Intuition und Bauchgefühl mit ihrem Verstand vereinen sind unbedingt systemrelevant.

 

Kreativität, Willenskraft und Intuition definieren uns erst als Menschen. Für mich ist die Vielfältigkeit des künstlerischen Ausdrucks überlebensnotwendig.

 

Gerade jetzt ist es wichtig absolut visionär zu agieren."


Gast-Statement 01.05.2020 | Nr. 5

 

 

Anatol Elert

Geschäftsführer Turmrestaurant im Ebertpark Ludwigshafen

Foto: Emanuel Spiegel

 

"Ich erlebe eine schreckliche Klarheit in den Momenten, in denen die Natur so schön ist. Ich bin mir nicht mehr meiner selbst bewusst und die Bilder kommen wie im Traum."

Vincent van Gogh

 

 

„Zurzeit erleben wir eine schreckliche Wahrheit, in der die politische Blindheit, Ratlosigkeit und unverständliche Zurückhaltung, die große Gemeinschaft der Künstler, Musiker und kreative Köpfe im Stich lassen.

 

Ohne Kunst ist unser Leben genauso fad wie eine Suppe ohne Salz.

 

Durch Kunst können wir uns von Maschinen unterscheiden.“


Gast-Statements 25.04.2020 | Nr. 4

 

 

Dr. Thomas Grommes (Geschäftsführer GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen) und Konstantin Voit (rechts, Direktor der Malfabrik in Mannheim) arbeiten auch mit 2 Meter Abstand gut zusammen!

(im Hintergrund: Konstantin Voits 8 x 3 Meter großes Wandbild "FEUER", auf dem anschaulich gezeigt wird, wie ein Verbrennungsrost für Restmüll aufgebaut ist und wie er funktioniert.)

 

 

Konstantin Voit:

„on fire. standhaft mit abstand. es lodert die kunst. lebensenergie befeuern. viren einschmelzen. so das motto. ahoi! aus der mal (mit-maske) fabrik.“

 

Dr. Thomas Grommes:

„Wir brauchen die Kunst – mit ihr kann man zum Beispiel sehr schön komplizierte Dinge einfach erklären!“


Gast-Statements 25.04.2020  | Nr. 3

 

Dr. Thomas Grommes

Geschäftsführer GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk

Ludwigshafen

 

 

 

„Das selbst ernannte ‚Land der Dichter und Denker’ bleibt (wieder einmal) deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.

 

‚Geiz ist geil’ lässt die Kunst links liegen und verschenkt so ein enormes Potenzial.

 

Kunst hilft, Dinge zu erkennen und zu verstehen!

 

Der Mensch besteht nicht nur aus Wasser, Knochen und Muskeln ..."

 


Gast-Statement 21.04.2020 | Nr. 2

Smoking Lips
Band
Ludwigshafen am Rhein
Corona=Krise? Sehen wir anders!
Die Welt, wie sie vor dem „shut-down“ war, war keine gute mehr. Machthunger, Geldgier und Religions-Besessenheit haben unser Zusammenleben zerrüttet. Die Globalisierung unsere Wirtschaft und die damit einhergehende Zerstörung unseres Planeten’s hat immer deutlicher Spuren hinterlassen!
Unser Leben wurde bestimmt von immer neuen Konsumtrends. Banalität und Austauschbarkeit prägten unsere Popkultur, vorneweg die Musik. Alles seicht, leise, unaufgeregt. GANZ UND GAR LANGWILLIG!
Wir sehen Corona als Chance, dass sich unsere Welt, unser Zusammenleben ändern kann. Weg vom Ego-ICH hin zum SELBST und seiner Entfaltung (frei nach Jonathan Meese).
Musik muss wieder zum nachdenken anregen, sie darf anecken und den Menschen neue Perspektiven aufzeigen. Sie soll wieder laut und ungeschönt sein und muss sich frei von jedweden Vorgaben entfalten können. Und das mehr als nur tief in einer Subkultur, sondern so, dass es jeder mitbekommt. Denn Musik ist eine Sprache, die jeder versteht und so jeden erreichen kann!
Dafür stehen wir ein und davon handeln unsere Song! Jetzt genug des „bla, bla“. Lassen wir die Musik sprechen!

Gast-Statement 16.04.2020 | Nr. 1

 

Mathias Berkel

Geschäftsführer BERKEL AHK, Ludwigshafen am Rhein

Foto: laborX

 

"Nietzsche hat einmal gesagt: „Wir haben die Kunst, um an der Wahrheit nicht zu Grunde zu gehen“

 

Wann war das wahrer als heute?

Diese Krise hat verständlicherweise für sehr viele Menschen etwas düsteres, dystopisches und verursacht hohe Unsicherheiten.

 

Das Gewohnte fehlt, der übliche tägliche Rhythmus existiert nicht mehr, Gewissheiten sind verschwunden und Ungewisses wartet mehr denn je bei jedem Versuch die eigene Zukunft zu projizieren.

 

 

Aber:

 

Kopf und Herz sind sich dadurch so nahe wie selten zuvor. Wo sonst der Widerstreit zwischen rationaler Vernunft und emotionalem Empfinden herrscht, stellt sich nun bei vielen eine ungewohnte Gemeinsamkeit ein.

 

  • Wenn wir vernünftig handeln, schützen wir die, die wir lieben.
  • Wenn wir empathisch Hilfe leisten, dann ist das in der Krise ein Akt der Vernunft.

 

Wenn sich Kopf und Herz so nahe kommen dann ist das die einmalige Chance für die Kunst, uns allen zu helfen die Wahrheit besser zu ertragen. Nietzsche lässt grüßen…

 

 

Eine Chance für die Kunst Ihre Strahlkraft zu beweisen. Sie ist jetzt mehr als Ablenkung vom Alltag, sie ist jetzt mehr denn je Nahrung für Seele, Herz und Verstand.

 

Sie regt an, sie widerspricht, sie wärmt und sie transportiert Werte.

 

 

 Kurz: Sie ist relevant! So relevant wie nie.

 

 

Relevant in der Krise. Als Trostgeber, als Katalysator, als Freudespender, als Sinnstifter, als Inkubator für neue Ideen, als Turbo für alte Ideen, als Leuchtturm in düster erscheinenden Zeiten.

 

 

 

Was bedeutet das für Ludwigshafen und die MRN in der wir leben?

 

Die LUcations werden noch bis August keine Veranstaltungen machen dürfen. Wann der so erfolgreich gestartete NUKLEUS der IHK Tischrunde wieder weitergehen kann, ist noch völlig unklar.

 

Die großen Ludwigshafener Kunst-Leuchttürme haben ebenso wie alle Museen in der MRN bis auf weiteres geschlossen. Das hinterlässt große Lücken bei der Versorgung mit dem „Grundnahrungsmittel Kunst.“

 

 

 

Deshalb ist es so wichtig, dass die vielen lokal tätigen Künstler - unsere Kunst-Glühwürmchen - nicht resignieren, sondern ganz im Gegenteil brillieren, glänzen und leuchten dürfen.

 

Dass es trotz des verordneten Stillstands (Vernunft) weiterhin möglich ist Kunst (Emotionen) zu transportieren, verdanken wir der größten audiovisuellen Kunstplattform der Welt, dem Internet.

 

 

 

Kunst als demokratisches Projekt für alle Menschen deren demokratischen Rechte während dieser Krise vorübergehend eingeschränkt werden mussten.

 

Genau hier setzen Nicoleta Steffan (Steffan Art Konzepte) und viele weitere Initiativen in Ludwigshafen und der MRN an.

 

Moderne Kunst dank moderner Technik. Wie wunderbar!

 

 

 

Meine Bitte an alle - auch an diejenigen, die sich bisher für Kunst noch nicht so begeistern konnten, lautet deshalb:

 

 

  • Nutzt diese lokalen Angebote des „Kunstportals Internet“ nicht nur für Spotify, und Netflix. Es gibt noch andere Kunst als E-Musik und Hollywood Filme….
  • Entdeckt die Vielfalt der Kunst und ihre Wertigkeit für uns Menschen in dieser Zeit in der so viele ungewollt sehr viel Zeit haben.

 

Es lohnt sich."